Austausch Weilheim – Saint-Maur/Paris 2018

Dieses Schuljahr fand wieder der Frankreich-Deutschland Austausch statt. Dieser Austausch soll unter anderem die deutsch-französische Freundschaft vertiefen und den Schülern eine Chance geben, die gelernte Sprache auch anwenden zu können. Dieses Jahr wurden wir, die Klasse 10a, ausgewählt, den Austausch zu machen. Am Samstag, den 3.02.2018, ging es dann auch schon los: Wir nahmen den Zug um kurz nach sieben gemeinsam mit Frau Paloncy-Egle und Herrn Hauck. Von München- Pasing aus ging es dann gemütlich nach Stuttgart, wo wir ungefähr eine Stunde Freizeit hatten. Nachdem sich viele von uns noch mit heißen Getränken und kleinen Snacks bewaffnet hatten, fuhren wir mit dem nächsten Zug nach Paris, genauer gesagt à la gare de l’Est, wo unsere Gastfamilien und unsere Austauschschüler aus dem Lycée Teilhard de Chardin in Saint-Maur auf uns warteten. Jeder Schüler kam in eine andere Familie, und wir wurden in verschiedenen Vororten im Osten von Paris untergebracht, wie zum Beispiel in Champigny-sur-Marne, in Ormesson-sur-Marne und in Créteil. Das Wochenende verbrachten wir bei unseren Gastfamilien, die mit uns viel unternahmen und uns Paris zeigten. Erst am Montag fanden wir als Klasse wieder zusammen und lernten zum ersten Mal den (harten) französischen Schullalltag kennen. Nach dem Mittagessen in der Mensa fuhren wir mit der Métro in die Pariser Innenstadt. Trotz kalter Temperaturen gingen wir durch die kleinen Straßen und sahen le Centre Pompidou, la fontaine Stravinsky, le Marais (das jüdische Viertel), und die Église Saint-Paul-Saint-Louis. Am zweiten Tag kam dann die Überraschung: Schnee in Paris. Für uns zwar unangenehm und kalt, weil wir den ganzen Tag draußen waren, doch keine große Sache. Aber wie uns unsere Gastfamilien erzählten, war dies der plötzlichste und heftigste Schneefall, den sie seit Jahren hatten. Trotz Kälte und Schnee besuchten wir Notre-Dame, waren danach im Quartier Latin und natürlich auch auf dem Montmartre. Abends konnten wir den Tag leider nicht so gut ausklingen lassen. Aufgrund des Schneefalls waren viele Straßen gesperrt und die Busse fuhren nicht, sodass viele von uns sehr lange nach Hause brauchten. Auch am nächsten Tag machte uns der Schnee einen Strich durch die Pläne: Die RER und Zugverbindungen waren alle unterbrochen. Wir machten das Beste daraus und verbrachten die Zeit – statt mit Louvre und Opéra Garnier - mit den Klassenkameraden und unseren Austauschschülern beim Einkaufen, Kartenspielen …. Am vorletzten Tag hatten wir viel nachzuholen: Eifrig spazierten wir – jetzt bei Sonnenschein! - über die Champs-Élysées und machten Fotos vom Arc de triomphe aus. Über den Place de la Concorde gingen wir zum Louvre, den wir aber nur von außen bewundern konnten. Kunst und Kultur gab es dennoch im Musée d’Orsay, dem ehemaligen Bahnhof mit vielen bekannten impressionistischen Werken. Weiter ging es dann zum Trocadéro, von wo aus wir einen herrlichen Blick auf den Eiffelturm hatten. Die meisten aus unserer Klasse stiegen zu Fuß (!) hinauf, während die Grippegeschwächten in einem Café warteten. Zum Schluss wurden noch Souvenirs für zuhause gekauft, bevor wir zurück nach Saint-Maur fuhren. Die Zeit war schnell verflogen, denn am Freitag standen wir um 7:30 Uhr à la gare Saint-Maur-Créteil und mussten uns von unseren Gastfamilien verabschieden. Nachdem unser Zug um 10:55 Uhr gestrichen wurde, mussten wir am Ostbahnhof auf den nächsten um 13:55 Uhr warten. Ziemlich müde und geschafft kamen wir mit drei Stunden Verspätung in Weilheim an. Fünf Wochen später konnten wir unsere Austauchpartner endlich wiedersehen, gespannt warteten wir am Bahnhof auf ihr Eintreffen. Das Wochenende verbrachten sie zusammen mit uns, wobei sich der Großteil unserer Klasse am Sonntag zum Bowlen traf. An den darauffolgenden Tagen, Montag und Dienstag, besichtigten die Franzosen die Schlösser von König Ludwig, die Wieskirche und unsere schöne Landeshauptstadt München. Am Mittwoch begleiteten sie uns in die Schule, wo sie in den ersten zwei Stunden zwischen den zehnten Klassen aufgeteilt wurden und die dritte und vierte Stunde im SOS-Kinderdorf verbrachten. Nach ihrer Rückkehr zur Schule hatten sie erst eine Stunde Musik bei Herrn Hauck und dann eine Stunde Tandemunterricht mit den Französischschülern der Klasse 10b bei Frau Paloncy. Zuhause angekommen bereiteten wir mit unseren Partnern bayerische Spezialitäten vor, denn am Abend sollte der „bayerische Abend“ stattfinden. Dort spielte die Musikgruppe von Herrn Helgert, der uns auch traditionelle Tänze beibrachte und für sehr gute Stimmung sorgte. Genauso wie in Frankreich verging die Zeit schnell und wir mussten uns leider am nächsten Tag von unseren Austauschpartnern verabschieden. Hiermit wollen wir uns auch bei Frau Paloncy und Herrn Hauck bedanken, die uns dieses tolle Erlebnis erst ermöglicht haben. (Bericht: Aurora Pisano, Hanna Niedermeier, Hanna Kilian; Bilder: Sabrina Pook, 10a)