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Fünf Jahre nach der Verleihung an Sten Nadolny wurde am letzten Donnerstag erneut der Weilheimer Literaturpreis vergeben. Die elfköpfige Jury, bestehend aus Schülern der Q11 unter Anleitung von Marcus Schiefer, vergab den Preis an die Bamberger Poetin Nora Gomringer. In lockerer und dennoch feierlicher Atmosphäre kamen rund 400 Gäste in der Weilheimer Stadthalle zusammen. Den musikalischen Rahmen des von Christian Rühle moderierten Abends gestaltete die Jazz-Combo des Gymnasiums. In ihrer Laudatio spannte Frau Dr. Pia-Elisabeth Leuschner einen weiten Bogen von den Anfängen der Poetik bis zur Preisträgerin des Abends. Die Jury würdigte Frau Gomringer durch den gekonnten Wechsel zwischen ernsthafter Rede und witzigen Spielszenen. Dabei waren Gedichte der Preisträgerin zuhören, die die große Bandbreite ihres Schaffens abbilden. In markanten Schlagworten empfahl die Jury, die sich mit der Geehrten ins Goldene Buch der Stadt eintragen durfte, unter anderem die Vielseitigkeit, den Humor und die Tiefe der Autorin, sodass aus diesen Puzzlestücken ein Gesamteindruck der beeindruckenden Sprachkunst Nora Gomringers entstand. Nach der Übergabe des Preises durch Bürgermeister Loth folgte die Rede der Preisträgerin an die Jugend, die in verschiedenen Stimmen, einmal als früh-neuzeitliche Nonne, einmal als Mahnerin für das Tragen von Sonnenschutz die Botschaft verkündete: „Lest nicht mehr, lernt nicht mehr – seid!“

Die Beiträge des Abends erscheinen demnächst als Weilheimer Heft.