• Newsticker:  
  • No news available.

Latein bietet mehr: Wissen und Kompetenzen, um die Welt zu verstehen

 

Latein vermittelt kulturelle Grundbegriffe, die bis heute in den Bildern der Alltagssprache, in den Themen der Literatur und in der Kunst präsent sind. So wird durch Verständnis die Freude an Kunst und Kultur geweckt.

 

Ein Standardargument für die Beschäftigung mit der lateinischen Sprache bezeichnet die Antike als wesentliche Grundlage unserer Kultur. Die westliche Geisteswelt und Europa haben ihre Wurzeln – neben der jüdisch-christlichen Wertewelt – in Athen und Rom. Ab dem ersten Lernjahr spielen diese Wurzeln stets eine Rolle im Lateinunterricht, vom Alltagsleben der Römer im Anfangsunterricht bis hin zu philosophischen Überlegungen zu individueller Lebensgestaltung oder gelungenem staatlichen Zusammenleben.

Greifen wir ein Beispiel heraus, das gerade die Schüler der Unterstufe als besonders spannend empfinden: die vielfältigen Sagen der Antike. Diese haben nicht nur die Kunst geprägt, sondern auch unsere Sprache: „Das ist aber eine Sisyphosarbeit.“ oder „Er erhob sich wie Phönix aus der Asche.“ beispielsweise sind bildhafte Ausdrucksweisen, die immer noch im Sprachgebrauch verankert sind.

Aber kehren wir zurück zur Kunst: Die antiken Sagen bieten für alle Kunstepochen grundlegende Themen und Motive, ob man nun an die Götterdarstellungen in Barockgebäuden, das 1975 entstandene Gemälde „Laokoon“ von Jo Hanns Küpper, Goethes Drama „Iphigenie auf Tauris“ (eine mögliche Lektüre in der Oberstufe) oder auch den neuesten Historienfilm denken mag.

Durch das Verständnis dieser grundlegenden, im Kollektivgedächtnis immer noch verankerten Bilder wird gleichzeitig die Freude an Kunst und Kultur vermittelt, da die Hürde des Verstehens abgebaut wird. Man muss nur einmal im Museum beobachtet haben, mit welcher Begeisterung Kinder ihre Begleiter an ihrem neu erworbenen Wissen über die Kunstwerke und deren Bedeutung teilhaben lassen.

Zurück zur Hauptseite